OLG Nürnberg, Urteil vom 29. Juni 2007 – 8 U 158/07 –, juris

Leitsatz

Zur Frage der Leistungsfreiheit der Kfz-Versicherung nach der sog. Rennklausel bei einer Gleichmäßigkeitsprüfung.

Orientierungssatz

1. Nach dem eindeutigen Wortlaut des § 2b Nr. 3b AKB muss es sich für einen Risikoausschluss um Fahrveranstaltungen handeln, bei denen es auf die Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt.
2. Kommt es nach dem Reglement einer Gleichmäßigkeitsprüfung darauf an, zwei von insgesamt zehn Runden möglichst mit der gleichen Zeit zurückzulegen und ist für einen Sieg in diesem Wettbewerb die höchste Geschwindigkeit nicht mit entscheidend, kommt der Ausschlusstatbestand des § 2b Nr. 3b AKB nicht zur Anwendung.